Playa de Las Teresitas: Teneriffas goldener Strand, aus der Wüste geboren

Die Playa de Las Teresitas ist kein gewöhnlicher Strand. Bis in die 1970er-Jahre war er kaum mehr als eine steinige Küstenlinie mit dem typischen dunklen Vulkansand, wie er auf weiten Teilen Teneriffas zu finden ist. Doch die Behörden der Insel hatten eine kühne Vision: einen perfekten goldenen Sandstrand zu schaffen, der Besucher mit ruhigem Wasser und einer Postkartenkulisse anzieht. So begann eines der ehrgeizigsten Küstenprojekte Teneriffas.

Tausende Tonnen goldenen Sandes wurden direkt aus der Sahara nach Teneriffa verschifft. Ingenieure bauten zudem zwei massive Wellenbrecher, die sich jeweils über mehr als einen Kilometer erstrecken, um die Bucht vor dem Atlantik zu schützen und so perfekte, familienfreundliche Badebedingungen zu schaffen. Mit der Fertigstellung im Jahr 1973 verwandelte sich die Küstenlinie in ein ruhiges Badeparadies und markierte einen Meilenstein in der touristischen Entwicklung der Insel.

Warum also ist der Strand Las Teresitas auf Teneriffa sowohl bei Einheimischen als auch bei Besuchern so beliebt? Die Antwort liegt in der Kombination ihrer Besonderheiten. An erster Stelle steht der goldene Sand, weich unter den Füßen und ideal, um barfuß spazierenzugehen, oder Sandburgenbauen – ein auffälliger Kontrast zu den sonst üblichen Schwarzsandstränden der Insel. Dank der schützenden Wellenbrecher ist das Meer hier ruhig und flach, was zu den sichersten Badebedingungen auf Teneriffa führt. Daher ist der Strand besonders bei Familien mit Kindern und bei allen beliebt, die ein sanftes, entspanntes Badeerlebnis bevorzugen. Ein weiterer Pluspunkt ist der breite Strand: Selbst mitten im Sommer wirkt der Strand selten überfüllt, und es findet sich fast immer ein ruhiges Plätzchen. Schließlich sorgen die hervorragenden Einrichtungen – von Parkplätzen, Duschen und Umkleiden bis zu Strandbars mit Getränken und frischem Fisch – dafür, dass man problemlos den ganzen Tag hier verbringen kann, ohne den Strand verlassen zu müssen.

Wie die meisten Strände auf Teneriffa ist auch die Playa de Las Teresitas öffentlich und kostenlos zugänglich. Kosten fallen nur für Extras wie Sonnenliegen, Sonnenschirme oder Speisen und Getränke in den Chiringuitos entlang des Strandes an.

Wer seinen entspannten Strandtag aktiver gestalten möchte, kann beispielsweise Stand-up-Paddling ausprobieren, ein Kajak mieten, um die geschützte Bucht zu erkunden, oder bei einer Schnorcheleinführung mitmachen – alles direkt an die Playa de Las Teresitas oder im nahegelegenen San Andrés möglich.

👉 Entdecken Sie weitere Highlights der Insel in unserem Reiseführer zu den Sehenswürdigkeiten auf Teneriffa.

Einrichtungen am Playa de Las Teresitas

Strand Las Teresitas mit goldenem Sand und Palmen, Teneriffa
Playa de las Teresitas — goldener Sandstrand mit Palmen gesäumt — Foto von Atlantic Ambience auf Pexels.com
  • Duschen und Toiletten: Sauber und praktisch, besonders nach einem Bad im salzigen Atlantikwasser.
  • Umkleidekabinen: Ideal, um schnell in Bade- oder frische Kleidung zu wechseln.
  • Sonnenliegen und Sonnenschirme: Gegen eine geringe Gebühr verfügbar (in der Regel nur wenige Euro pro Stück).
  • Strandbars und Restaurants (Chiringuitos): Perfekt für einen kleinen Snack, ein erfrischendes Getränk oder frisch zubereiteten Fisch mit Meerblick. Die Preise liegen etwas höher als in der Stadt, doch die meisten Bewertungen loben die Qualität und die entspannte Atmosphäre.
  • Parkplätze: Entlang des Strandes gibt es einen langen, kostenlosen Parkplatz. Am Wochenende und in den Sommermonaten sind die Plätze schnell belegt – daher besser früh anreisen, um sich einen Platz zu sichern.

Die Playa de Las Teresitas ist das ganze Jahr über schön. Wer die größten Besucherströme vermeiden möchte, sollte den Strand früh am Morgen oder am späten Nachmittag besuchen. Das Morgenlicht bietet zudem ideale Bedingungen für Fotografie und taucht den goldenen Strand von Teneriffa in ein warmes Leuchten.

Mirador de Las Teresitas: Ein Panorama wie auf einer Postkarte

Bevor Sie den goldenen Strände betreten, lohnt sich ein Stopp am Mirador de Las Teresitas, dem Aussichtspunkt oberhalb des Strandes. Von hier eröffnet sich das weltberühmte Postkarten-Panorama, das schon unzählige Reiseführer über Teneriffa ziert und zu den bekanntesten Bildern der Insel gehört. Vor Ihnen breitet sich die gesamte Küstenlinie der Playa de Las Teresitas aus – eingerahmt von türkisblauem Wasser und dramatischen Küstenkurven. In der Ferne sieht man oft Schiffe, die in Richtung Hafen von Santa Cruz de Tenerife fahren. Ein perfekter Ort für unvergessliche Urlaubsfotos.

Anfahrt zur Playa de Las Teresitas und zum Aussichtspunkt

Der Strand Las Teresitas und sein Aussichtspunkt liegen an der Nordostküste Teneriffas, nur wenige Kilometer von der Inselhauptstadt Santa Cruz de Tenerife, im Dorf San Andrés.

Die Anreise ist unkompliziert:

  • Mit dem Auto: Die bequemste Option. Ab Santa Cruz folgen Sie einfach der Straße TF-11 in Richtung San Andrés – die Strecke ist klar ausgeschildert. Der Aussichtspunkt liegt oberhalb des Strandes an der Zufahrtsstraße. Geben Sie einfach „Mirador de Las Teresitas“ in die Navigation oder nutzen Sie die GPS-Koordinaten 28.5085° N, 16.1834° W.
  • Mit dem Bus (TITSA): Regelmäßige Busse (Linie 910) fahren von Santa Cruz nach Las Teresitas, die Haltestelle befindet sich nur wenige Gehminuten vom Strand entfernt. Zum Aussichtspunkt gelangen Sie zu Fuß bergauf oder per kurzer Taxifahrt. Die aktuellen Fahrpläne finden Sie stets auf der offiziellen TITSA-Website.
  • Mit dem Taxi: Eine schnelle, aber teurere Möglichkeit, besonders wenn Sie von weiter entfernten Orten der Insel anreisen.

👉 Planen Sie mehr Strandzeit? Entdecken Sie unseren handverlesenen Guide zu den besten Stränden auf Teneriffa für weitere herausragende Strandziele rund um die Insel.

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